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Lehr- und Lernmethode in Kabbala
Worin besteht das Lernziel? Was ist die Rolle des Lehrers? Gibt es Hausaufgaben? Wie sollte man sich auf den Unterricht vorbereiten? Hier findest Du viele wichtige Hinweise zu Deinem Studium!
Lernziel
Für
wen ist das Studium der Kabbala bestimmt?
Die
Verbindung zwischen Lehrer und Schüler
Die
Rolle des Lehrers
Existierende
Quellen
Studium
in einer Gruppe und individuell - worin besteht der Unterschied?
Vorbereitung
unmittelbar vor dem Unterricht
Der
Unterricht - Verlauf und Aufteilung
Fragen
und Antworten während des Unterrichts
Hausaufgaben
Worin
besteht die Arbeit während des Unterrichts?
Existieren
Methoden zur Selbstkontrolle, Tests, Prüfungen?
Lernziel
- Das Lernen darf nicht aufgezwungen werden, sondern nur in einer
Form stattfinden, die für den Lernenden annehmbar ist und nur in
Übereinstimmung mit seinen Fragen und seinem geistigen und inneren
Entwicklungsniveau, d.h. der Lernende schreitet nur gemäß
der Größe seines Wunsches im Lernen oder in der Erkenntnis
voran;
- Der Lehrgang schließt in sich eine allgemeine
Einführung in das Material ein - die Schöpfung und den Aufbau
des Universums, der Welten und der Seele, der Abstieg bis in unsere
Welt und der Aufstieg zum Ausgangspunkt des Beginns der Schöpfung;
- Das wahre Ziel des Studiums besteht darin, eine innere Verbindung
zum erlernten Material in sich zu finden, alle studierten Objekte,
Eigenschaften, Vorgänge und Handlungen in sich zu finden, da nur
davon die Rede ist, was mit dem Menschen geschieht, mit seiner
Wahrnehmung der eigenen Existenz - der Welt.
- Das Höhere Licht auf sich zu ziehen - die Kraft der
Korrektur und der Erhebung (Vorwort zu TES).
Für
wen ist das Studium der Kabbala bestimmt?
- Für alle Interessenten, unabhängig von der
Größe und der Art ihres Wunsches;
- Für diejenigen, die sich informieren wollen, wie beispielsweise Journalisten;
- Diejenigen, die irdischen Nutzen daraus zu ziehen suchen - Ehe,
Erfolg, Gesundheit etc.
- Diejenigen, die nach einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn
des Lebens suchen (siehe Vorwort zu TES P.2)
Die
Verbindung zwischen Lehrer und Schüler
- Hängt nur von den Anforderungen des Schülers ab.
Hängt davon ab, wie sehr der Schüler vor dem Lehrer
„verschwinden“ wird, in seinem Wunsch, ohne Störungen den inneren
Kern des Materials aufzunehmen. Der Wunsch des Lehrers ist in so einem
Fall für den Schüler das Wichtigste in seiner Welt.
Ausführung der Gedanken des Lehrers - danach sollte der
Schüler streben, und dann wird er beginnen, die innere Welt durch
den Lehrer zu sehen.
Die Rolle
des Lehrers
- Eine der Wahrheit entsprechende Antwort zu geben, doch in einer
für den Schüler annehmbaren (verhüllten) Form und im
entsprechenden Maß (Hülle);
- Ein bestimmtes konkretes Wissen über den Aufbau der Welten zu
vermitteln;
- Bei der Entwicklung einer Antwort für die Bildung folgender
Fragen zu sorgen;
- Den Schüler spirituell optimal zum Ziel zu führen;
- Solche Umstände zu kreieren, die einen Zusammenstoß
zwischen den Egoismen der Schüler verhindern würden- unter
anderem, alle mit Arbeit, Verbreitung, Arbeit am Material zu
beschäftigen.
Existierende
Quellen: Artikel, Briefe, TES, Sohar - worin der Unterschied
zwischen ihnen besteht; die Lernmethodik nach jeder der Quellen
erklären
- Artikel wurden speziell für die Studierenden verfasst, in
Form von Texten, die den Studierenden auf die Selbsterkenntnis
ausrichten - die innere Selbsterforschung und dadurch des in eigenem
Inneren wahrgenommenen;
- Briefe wurden in der Regel nicht in allgemeiner, sondern auf
besondere Art verfasst, sie sind eindringlicher aber erklären weniger;
- TES - beschreibt die gesamte innere Arbeit desjenigen, der die
Stufen der spirituellen Korrektur an sich durchläuft, und stellt
für diejenigen, die diese Stufen noch nicht betreten haben, eine
Quelle von O“M - des korrigierten Lichtes dar.
- Sohar - er stellt eine Erklärung der spirituellen Arbeit in der
Methodik der Beschreibung von drei Linien dar; er wird in der Regel nur
von denjenigen, der sich bereits in aktiver Anwendung dieser Methodik
befindet, auf richtige Weise aufgenommen und verstanden;
- Die Artikel sind für Anfänger, Briefe - für weiter
Fortgeschrittene, TES - für alle nach der Pticha.
Studium in
einer Gruppe und individuell - worin besteht der Unterschied?
- Ob das Studium individuell oder in einer Gruppe stattfindet,
hängt nicht nur vom Lehrprozess selbst, sondern von der inneren
Einstellung des Schülers ab. Wenn er das, was er studiert, als ein
Mittel zu seiner individuellen Entwicklung wahrnimmt, dann wird auch
sein Studium als individuell bezeichnet. In jedem Fall ist es nicht
möglich, die Korrektur ohne die Verbindung zu anderen Menschen
zu durchlaufen.
- In unserer Zeit ist ein spirituelles Studium nur in einer Gruppe
möglich, nur im Maße der Annäherung an die Gruppe und des
Erhaltes von "Arvut" (Bürgschaft) von ihr. Der individuelle Fortschritt ist nur im
Maße der Abstimmung auf das Ziel möglich - die Eigenschaft
des Gebens, die durch die Arbeit in der Gruppe erlangt wird (siehe
Artikel „Gabe der Thora“, „Arvut“).
Vorbereitung
unmittelbar vor dem Unterricht
- Bewusstsein, dass die Kraft zur Erreichung des Ziels nur
während des Studiums einwirkt (Vorwort zu TES, S. 155)
- Verständnis, dass der ganze Fortschritt nur vom Wunsch, vom
MAN des Niederen abhängt - seinem Streben nach der
Übereinstimmung mit dem Höheren in der Eigenschaft des
Gebens. Nur solch ein Wunsch wird als eine Bitte, ein Gebet bezeichnet,
und nur darauf gibt eine Antwort von Oben - MAD, in Form von Kraft der
Korrektur.
- Die Erkenntnis, dass in der spirituellen Fortbewegung die
Qualität des Mittels wichtiger ist als die Quantität, und
daher, sich während der Studiums in richtiger und zielgerichteter
Intention zu halten, gleichzeitig mit der Erlernung des Stoffes, ein
Mittel zur Erhebung darstellt (siehe Vorwort zu TES, P.17)
- Verständnis, dass der Wunsch der Gruppe eine Ziehkraft
erschafft, und jeglicher individueller Wunsch dagegen nicht über
die Kraft verfügt, sich über dem eigenen Egoismus zu erheben,
und dass es nur bei dem Erwerb einer zusätzlichen Kraft von der
Gruppe möglich ist, sich auf das Geben - die Eigenschaft des
Schöpfers auszurichten.
Der
Unterricht - Verlauf und Aufteilung
- Der Unterricht teilt sich in folgende Teile auf: den
vorbereitenden Teil - die Ausrichtung, das Ziel des Studiums „ich
gemeinsam mit meinen Freunden“.
- Hauptteil - mein Einschluss in das Universum, das Ziel, die
Verbindung mit den Seelen, die Annäherung an das Umgebende Licht.
- Erster Unterrichtsteil - innere Arbeit des Menschen, der Gruppe
- Zweiter Teil des Unterrichts - TES
- Der Unterricht gleicht einem Gebet: zunächst die vollkommene
Sicherheit erreichen, dass ich mich am nötigen Ort befinde, dann-
die Bitte, anschließend - die Sicherheit, dass alles gemacht und
erhalten wurde und nur noch in Erscheinung treten muss.
Fragen
und Antworten während des Unterrichts - was eine Frage ist
und wie die Antwort wahrgenommen werden soll
- Die Frage des Studenten darf nicht ablenken und soll den Freunden dabei
helfen, sich das Material anzueignen, sie sollte sich nur auf ein Thema beziehen, das
alle interessiert, klar und kurz.
- Eine Antwort kann unverständlich sein - in solch einem Fall
muss man sie als bindend annehmen. Von Anfang an annehmen, dass der
Lehrer den Schüler „auf unverständlichem Wege und zu einem
unverständlichen Ziel“ führt.
Hausaufgaben - worin bestehen
sie und wieso sind sie notwendig?
- Innere Vorbereitung auf den Unterricht - auf das Zusammentreffen
mit dem höchsten korrigierenden Licht
- Im Lesen vor dem Schlaf,
- Im Nachdenken über das Ziel des Unterrichts auf dem
morgendlichen Weg zum Studium,
- Die ganze freie Zeit beschäftigen - denn nur in dieser Zeit
wird der Mensch in seinem freien Willen bewertet.
Worin
besteht die Arbeit während des Unterrichts?
- Vokabel und Definitionen sollten auswendig gelernt werden.
Den Unterricht soll man in gehobener Stimmung verlassen, als hätte
man einen großen Erfolg errungen und von Oben Güte erhalten.
Der Unterricht soll einem die Sicherheit geben, dass man den ganzen Tag
in richtigen Gedanken verbringen wird und man sich dem Ziel - der
Korrektur des Empfangens zum Geben hin - nähern wird.
Existieren
Methoden zur Selbstkontrolle, Tests, Prüfungen?
- Die Arbeit am Material (Texte, Artikel, Schriften), dessen
Übersetzung, Niederschrift, Bearbeitung, Erstellung von
verkürzten Versionen, stellt eine sinnvolle und auch
notwendige Arbeit des Schülers
dar. Wenn diese Arbeit gleichzeitig anderen Menschen oder Schülern
nutzt, dann wächst der Gewinn des Studierenden an solch einer
Arbeit um das Vielfache!
- Die Prüfung des Verständnisses geschieht durch die
Anwendung des Materials an sich, die Suche in sich nach dem, was in den
Büchern studiert wird.
- Die wichtigsten Begriffe der „Pticha“ muss man auswendig
können.
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