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Online kurs Kabbala Herbst 2011
Lehr- und Lernmethode
Lehr- und Lernmethode in Kabbala
Lehr- und Lernmethode in Kabbala Worin besteht das Lernziel? Was ist die Rolle des Lehrers? Gibt es Hausaufgaben? Wie sollte man sich auf den Unterricht vorbereiten? Hier findest Du viele  wichtige Hinweise zu Deinem Studium!

Lernziel
Für wen ist das Studium der Kabbala bestimmt?
Die Verbindung zwischen Lehrer und Schüler
Die Rolle des Lehrers
Existierende Quellen
Studium in einer Gruppe und individuell - worin besteht der Unterschied?
Vorbereitung unmittelbar vor dem Unterricht
Der Unterricht - Verlauf und Aufteilung
Fragen und Antworten während des Unterrichts
Hausaufgaben
Worin besteht die Arbeit während des Unterrichts?
Existieren Methoden zur Selbstkontrolle, Tests, Prüfungen?


Lernziel

  • Das Lernen darf nicht aufgezwungen werden, sondern nur in einer Form stattfinden, die für den Lernenden annehmbar ist und nur in Übereinstimmung mit seinen Fragen und seinem geistigen und inneren Entwicklungsniveau, d.h. der Lernende schreitet nur gemäß der Größe seines Wunsches im Lernen oder in der Erkenntnis voran;
  • Der Lehrgang schließt in sich eine allgemeine Einführung in das Material ein - die Schöpfung und den Aufbau des Universums, der Welten und der Seele, der Abstieg bis in unsere Welt und der Aufstieg zum Ausgangspunkt des Beginns der Schöpfung;
  • Das wahre Ziel des Studiums besteht darin, eine innere Verbindung zum erlernten Material in sich zu finden, alle studierten Objekte, Eigenschaften, Vorgänge und Handlungen in sich zu finden, da nur davon die Rede ist, was mit dem Menschen geschieht, mit seiner Wahrnehmung der eigenen Existenz - der Welt.
  • Das Höhere Licht auf sich zu ziehen - die Kraft der Korrektur und der Erhebung (Vorwort zu TES).

Für wen ist das Studium der Kabbala bestimmt?

  • Für alle Interessenten, unabhängig von der Größe und der Art ihres Wunsches;
  • Für diejenigen, die sich informieren wollen, wie beispielsweise Journalisten;
  • Diejenigen, die irdischen Nutzen daraus zu ziehen suchen - Ehe, Erfolg, Gesundheit etc.
  • Diejenigen, die nach einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens suchen (siehe Vorwort zu TES P.2)

Die Verbindung zwischen Lehrer und Schüler

  • Hängt nur von den Anforderungen des Schülers ab. Hängt davon ab, wie sehr der Schüler vor dem Lehrer „verschwinden“ wird, in seinem Wunsch, ohne Störungen den inneren Kern des Materials aufzunehmen. Der Wunsch des Lehrers ist in so einem Fall für den Schüler das Wichtigste in seiner Welt. Ausführung der Gedanken des Lehrers - danach sollte der Schüler streben, und dann wird er beginnen, die innere Welt durch den Lehrer zu sehen.

Die Rolle des Lehrers

  • Eine der Wahrheit entsprechende Antwort zu geben, doch in einer für den Schüler annehmbaren (verhüllten) Form und im entsprechenden Maß (Hülle);
  • Ein bestimmtes konkretes Wissen über den Aufbau der Welten zu vermitteln;
  • Bei der Entwicklung einer Antwort für die Bildung folgender Fragen zu sorgen;
  • Den Schüler spirituell optimal zum Ziel zu führen;
  • Solche Umstände zu kreieren, die einen Zusammenstoß zwischen den Egoismen der Schüler verhindern würden- unter anderem, alle mit Arbeit, Verbreitung, Arbeit am Material zu beschäftigen.

Existierende Quellen: Artikel, Briefe, TES, Sohar - worin der Unterschied zwischen ihnen besteht; die Lernmethodik nach jeder der Quellen erklären

  • Artikel wurden speziell für die Studierenden verfasst, in Form von Texten, die den Studierenden auf die Selbsterkenntnis ausrichten - die innere Selbsterforschung und dadurch des in eigenem Inneren wahrgenommenen;
  • Briefe wurden in der Regel nicht in allgemeiner, sondern auf besondere Art verfasst, sie sind eindringlicher aber erklären weniger;
  • TES - beschreibt die gesamte innere Arbeit desjenigen, der die Stufen der spirituellen Korrektur an sich durchläuft, und stellt für diejenigen, die diese Stufen noch nicht betreten haben, eine Quelle von O“M - des korrigierten Lichtes dar.
  • Sohar - er stellt eine Erklärung der spirituellen Arbeit in der Methodik der Beschreibung von drei Linien dar; er wird in der Regel nur von denjenigen, der sich bereits in aktiver Anwendung dieser Methodik befindet, auf richtige Weise aufgenommen und verstanden;
  • Die Artikel sind für Anfänger, Briefe - für weiter Fortgeschrittene, TES - für alle nach der Pticha.

Studium in einer Gruppe und individuell - worin besteht der Unterschied?

  • Ob das Studium individuell oder in einer Gruppe stattfindet, hängt nicht nur vom Lehrprozess selbst, sondern von der inneren Einstellung des Schülers ab. Wenn er das, was er studiert, als ein Mittel zu seiner individuellen Entwicklung wahrnimmt, dann wird auch sein Studium als individuell bezeichnet. In jedem Fall ist es nicht möglich, die Korrektur ohne die Verbindung zu anderen Menschen zu durchlaufen.
  • In unserer Zeit ist ein spirituelles Studium nur in einer Gruppe möglich, nur im Maße der Annäherung an die Gruppe und des Erhaltes von "Arvut" (Bürgschaft) von ihr. Der individuelle Fortschritt ist nur im Maße der Abstimmung auf das Ziel möglich - die Eigenschaft des Gebens, die durch die Arbeit in der Gruppe erlangt wird (siehe Artikel „Gabe der Thora“, „Arvut“).   

Vorbereitung unmittelbar vor dem Unterricht

  • Bewusstsein, dass die Kraft zur Erreichung des Ziels nur während des Studiums einwirkt (Vorwort zu TES, S. 155)
  • Verständnis, dass der ganze Fortschritt nur vom Wunsch, vom MAN des Niederen abhängt - seinem Streben nach der Übereinstimmung mit dem Höheren in der Eigenschaft des Gebens. Nur solch ein Wunsch wird als eine Bitte, ein Gebet bezeichnet, und nur darauf gibt eine Antwort von Oben - MAD, in Form von Kraft der Korrektur.
  • Die Erkenntnis, dass in der spirituellen Fortbewegung die Qualität des Mittels wichtiger ist als die Quantität, und daher, sich während der Studiums in richtiger und zielgerichteter Intention zu halten, gleichzeitig mit der Erlernung des Stoffes, ein Mittel zur Erhebung darstellt (siehe Vorwort zu TES, P.17)
  • Verständnis, dass der Wunsch der Gruppe eine Ziehkraft erschafft, und jeglicher individueller Wunsch dagegen nicht über die Kraft verfügt, sich über dem eigenen Egoismus zu erheben, und dass es nur bei dem Erwerb einer zusätzlichen Kraft von der Gruppe möglich ist, sich auf das Geben - die Eigenschaft des Schöpfers auszurichten.

Der Unterricht - Verlauf und Aufteilung

  • Der Unterricht teilt sich in folgende Teile auf: den vorbereitenden Teil - die Ausrichtung, das Ziel des Studiums „ich gemeinsam mit meinen Freunden“.
  • Hauptteil - mein Einschluss in das Universum, das Ziel, die Verbindung mit den Seelen, die Annäherung an das Umgebende Licht.
  • Erster Unterrichtsteil - innere Arbeit des Menschen, der Gruppe
  • Zweiter Teil des Unterrichts - TES
  • Der Unterricht gleicht einem Gebet: zunächst die vollkommene Sicherheit erreichen, dass ich mich am nötigen Ort befinde, dann- die Bitte, anschließend - die Sicherheit, dass alles gemacht und erhalten wurde und nur noch in Erscheinung treten muss.

Fragen und Antworten während des Unterrichts - was eine Frage ist und wie die Antwort wahrgenommen werden soll

  • Die Frage des Studenten darf nicht ablenken und soll den Freunden dabei helfen, sich das Material anzueignen, sie sollte sich nur auf ein Thema beziehen, das alle interessiert, klar und kurz.
  • Eine Antwort kann unverständlich sein - in solch einem Fall muss man sie als bindend annehmen. Von Anfang an annehmen, dass der Lehrer den Schüler „auf unverständlichem Wege und zu einem unverständlichen Ziel“ führt.

Hausaufgaben - worin bestehen sie und wieso sind sie notwendig?

  • Innere Vorbereitung auf den Unterricht - auf das Zusammentreffen mit dem höchsten korrigierenden Licht
  • Im Lesen vor dem Schlaf,
  • Im Nachdenken über das Ziel des Unterrichts auf dem morgendlichen Weg zum Studium,
  • Die ganze freie Zeit beschäftigen - denn nur in dieser Zeit wird der Mensch in seinem freien Willen bewertet.

Worin besteht die Arbeit während des Unterrichts?

  • Vokabel und Definitionen sollten auswendig gelernt werden.
    Den Unterricht soll man in gehobener Stimmung verlassen, als hätte man einen großen Erfolg errungen und von Oben Güte erhalten. Der Unterricht soll einem die Sicherheit geben, dass man den ganzen Tag in richtigen Gedanken verbringen wird und man sich dem Ziel - der Korrektur des Empfangens zum Geben hin - nähern wird.

Existieren Methoden zur Selbstkontrolle, Tests, Prüfungen?

  • Die Arbeit am Material (Texte, Artikel, Schriften), dessen Übersetzung, Niederschrift, Bearbeitung, Erstellung von verkürzten Versionen, stellt eine  sinnvolle und auch notwendige Arbeit des Schülers dar. Wenn diese Arbeit gleichzeitig anderen Menschen oder Schülern nutzt, dann wächst der Gewinn des Studierenden an solch einer Arbeit um das Vielfache!
  • Die Prüfung des Verständnisses geschieht durch die Anwendung des Materials an sich, die Suche in sich nach dem, was in den Büchern studiert wird.
  • Die wichtigsten Begriffe der „Pticha“ muss man auswendig können.